Sind Schweizer Kredite legal?

Schweizer Kredite legalDem Schweizer Kredit wird mitunter eine Existenz im Graubereich nachgesagt, ohne dass dafür stichhaltige Begründungen geliefert werden.

Sind Schweizer Kredite legal? Klare Antwort: JA! Im letzten Jahr hat sogar der Bundestag ein Gesetz verabschiedet, das die legale Position von Schweizer Krediten eindeutig regelt.
 


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Wie ist eigentlich die Rechtslage zu Schweizer Krediten?

  • Schweizer Kredite dürfen nur von regulierten Kreditinstituten vergeben werden
  • Die EU-Regelungen zum Verbraucherschutz gelten uneingeschränkt
  • Banken sind laut §505a BGB zur Durchführung einer Bonitätsprüfung verpflichtet
  • Die Pflicht zur Bonitätsprüfung bedeutet NICHT, dass die SCHUFA gefragt werden muss

Die Rechtslage sieht vor, dass Kredite ausschließlich von lizenzierten und regulierten Kreditinstituten vergeben werden dürfen. Privatkredite sind dagegen (in einem gewerblichen Rahmen) durch das KWG (Kreditwesengesetz) untersagt. Wo Privatkredite als solche beworben werden, bezieht sich die Aussage entweder auf eine private Verwendung oder auf Peer-to-Peer-Plattformen, bei denen stets eine Bank in den Kreditvergabeprozess involviert ist.

Auch für Schweizer Kredite gibt es ein Kredit Widerrufsrecht

Schweizer KrediteFür Schweizer Kredite gelten dieselben Regelungen im Hinblick auf den Verbraucherschutz. So sind Banken bei der Kreditvergabe verpflichtet, das Standardformular „Europäische Standardinformation für Verbraucherkredite“ auszuhändigen.

Kreditnehmern steht darüber hinaus ein 14-tägiges Widerrufsrecht zu. Dieses kann ohne Angaben von Gründen ausgeübt werden.

Bis hierhin unterscheiden sich Schweizer Kredite nicht von anderen Bankkrediten. Der wesentliche Unterschied betrifft die Bonitätsprüfung. Diese bezieht bei Schweizer Krediten die Selbstauskunft des Antragstellers (Angaben zu Einkommen, Ausgaben, laufenden Krediten, Unterhaltsverpflichtungen etc.) sowie Informationen aus öffentlichen Verzeichnissen (zum Beispiel Amtsgericht am Wohnort des Antragstellers) ein.
 

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Verzicht auf eine SCHUFA-Abfrage bei Schweizer Kredite legal?

Schufa AbfrageAuf die ansonsten im Bankgeschäft übliche Abfrage von Auskunfteidaten (zum Beispiel SCHUFA) wird jedoch verzichtet.

Durch diesen Verzicht sind Schweizer Kredite in der Praxis auch für Verbraucher erhältlich, die keinen konventionellen Bankkredit erhalten. Konkret profitieren jene, die über ein ausreichendes Einkommen verfügen und keinerlei negative Merkmale (zum Beispiel Insolvenz, Abgabe der eidesstattlichen Versicherung) aufweisen.

Ist der Verzicht auf eine SCHUFA Abfrage legal? JA! Die SCHUFA ist der Marktführer im Bereich der Bonitätsprüfung, besitzt jedoch keinerlei gesetzliche Privilegien. Der Gesetzgeber stellt Banken frei, wie die Bonität eines potentiellen Kreditnehmers geprüft wird. Seit 2016 gibt es eine gesetzliche Pflicht zur Bonitätsprüfung. Diese spart jedoch Hinweise auf Auskunfteien explizit aus.

In §505 ABGB heißt es dazu: „Der Darlehensgeber hat vor dem Abschluss eines Verbraucherdarlehensvertrags die Kreditwürdigkeit des Darlehensnehmers zu prüfen. Der Darlehensgeber darf den Verbraucherdarlehensvertrag nur abschließen, wenn aus der Kreditwürdigkeitsprüfung hervorgeht, dass bei einem Allgemeinverbraucher-Darlehensvertrag keine erheblichen Zweifel daran bestehen (…) dass der Darlehensnehmer seinen Verpflichtungen (…) Vertragsgemäß nachkommen wird.

Der Gesetzgeber überlässt damit den Banken die detaillierte Ausgestaltung der Bonitätsprüfung. Die Kombination aus Selbstauskunft und Abfrage der öffentlichen Verzeichnisse stellt unmissverständlich eine Kreditwürdigkeitsprüfung mit validen Ergebnissen dar. Wären die Ergebnisse nicht valide, käme es zu einer ungewöhnlich hohen Anzahl von Kreditausfällen. In diesem Fall ließe sich nicht erklären, warum die Kredite bereits seit Jahrzehnten vergeben werden.

Kritiker werfen den Anbietern von Schweizer Krediten häufig vor, gezielt nach Kreditnehmern zu suchen, die woanders keinen Kredit erhalten und diesen dann überhöhte Zinsen in Rechnung zu stellen. Diese Behauptung lässt sich leicht widerlegen. So dürfte der Großteil der erfolgreichen Kreditanträge auf Verbraucher mit erledigten Negativmerkmalen bei der SCHUFA entfallen. Unerledigte Negativmerkmale ziehen nach einiger Zeit auch Spuren in den Verzeichnissen und auf Kontoauszügen nach sich, die die Kreditvergabe verhindern.

Die Vergabe von Krediten bei erledigten Negativmerkmalen ist allerdings keinesfalls ein Monopol der Anbieter von Schweizer Krediten. Peer-to-Peer-Plattformen vergeben zum Beispiel auch Kredite, wenn erledigte SCHUFA Einträge vorhanden sind. Die Investitionsbank Schleswig-Holstein vergibt Mikrokredite bis 25.000 EUR an Gründer und Jungunternehmer und definiert lediglich unerledigte Negativmerkmale als Ausschlusskriterium.

Dass Schweizer Kredite unverhältnismäßig teuer seien, trifft ebenfalls nicht zu. Die Effektivzinssätze der Kredite bewegen sich aktuell im Bereich von ca. 10-11 % und damit auf dem Niveau eines durchschnittlichen Dispositionskredits bei einer Sparkasse vor Ort. Von Wucherzinssätzen (die je nach Definition bei ca. 20-30 % beginnen) sind die Angebote somit weit entfernt.

Bei so geringen Unterschieden: Warum gibt es dann überhaupt Schweizer Kredite?

Die Frage drängt sich auf: Wenn die Unterschiede zwischen konventionellen Bankkrediten und Schweizer Krediten so gering sind, warum gibt es dann überhaupt Schweizer Kredite? Die Antwort ist einfach: Verbraucher fragen die Darlehen häufig nach.

Die Nachfrage nach Schweizer Krediten ist nicht nur auf den Verzicht der Banken auf eine SCHUFA Abfrage zurückzuführen. Nicht alle Verbraucher sind mit den aktuellen Entwicklungen im Kreditgeschäft einverstanden. So bestimmen zunehmend intransparente Algorithmen darüber, ob ein Vertrag zustande kommt oder nicht – jedenfalls de facto. Die Kreditwürdigkeitsprüfung bei Schweizer Krediten ist weitaus transparenter und für jedermann nachvollziehbar.
 

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Unser Fazit:
Schweizer Kredite sind legal: Gemäß §505a BGB steht es Banken frei, wie genau die Kreditwürdigkeitsprüfung ausgestattet wird. Eine Anfrage bei Auskunfteien wie zum Beispiel der SCHUFA ist keinesfalls gesetzlich vorgeschrieben und wird es auch in absehbarer Zukunft nicht sein. Der Verzicht auf die SCHUFA Abfrage ist jedoch der zentrale Unterschied zu konventionellen Bankkrediten. Bei Schweizer Krediten beschränkt sich die Kreditwürdigkeitsprüfung auf die Selbstauskunft und öffentliche Verzeichnisse.

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